| Aber alle Mühe wäre
zunichte, wenn das Nachbarhaus deutlich sichtbar wäre. Abhilfe schafft beispielsweise
eine Mauer mit schönen Ziegeln oder ein Bambuszaun, ebenso lassen sich Ziergräser und
Seggen mit einbinden wie ein prähistorischer Schachtelhalm. Auch ein Dickicht oder eine
Hecke aus Schwarzrohrbambus können in milderen Gegenden einen eleganten lebendigen
Sichtschutz bilden. Wer allerdings einen klassischen
Zen-Garten wünscht, muss ein wenig mehr planen. Diese Gärten sollen dem Menschen - nach
japanischen Vorstellungen - einen Ort bieten, wo die Seele Frieden und Ruhe zur Entfaltung
findet. Obwohl jene Gärten auf den ersten Blick ein wenig karg und kalt empfunden werden,
spiegeln sie einen einzelnen Aspekt der buddhistischen Zen-Philosophie wider.
Natursteine, Wasser und Kiesflächen bestimmen das Bild. Ein Zen-Garten wird so angelegt,
dass er gleich zu Anfang vollendet ist und sich nicht erst im Laufe der Jahre entwickelt,
wie es bei westlichen Gärten oft der Fall ist. Die Gehölze werden durch Beschneiden in
der gleichen Größe gehalten, so dass sie über Jahre ihre Form behalten.
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